Presse-Info: Sportentwicklung

„Die Sportpolitik der CDU-Fraktion ist ohne Konzept!“, bedauert Jürgen Kappel,  Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Xanten. „Anders kann man die Entscheidungen im Schul-und Sportausschuss nicht deuten. Sie sind gekennzeichnet von Mutlosigkeit und engstirniger  Kirchturmspolitik. Kungeln und tricksen statt einer klaren weitsichtigen Strategie ist die Devise der CDU.“

Wie in anderen Kommunen auch, findet in Xanten Sportentwicklung statt.
Leider ist diese Entwicklung zufallsabhänging und wird von kurzfristigen, teilweise unvernünftigen Zielsetzungen bestimmt. Ein übergeordneter systematischer Ansatz ist nach Ansicht der SPD-Fraktion weder auf kommunaler noch auf Ortsteilebene erkennbar.

Um diese aus Sicht der Fraktion der SPD im Rat der Stadt Xanten unbefriedigende Situation zu ändern und ein mittelfristig wirksames Konzept für die Entwicklung von Sport und Bewegung zu erarbeiten, hat die SPD-Fraktion einen Antrag auf Durchführung eines kooperativen Sportentwicklungsprozesses in Xanten gestellt.
Kooperativ bedeutet, dass alle mit dem Thema Sport und Bewegung befassten Interessensgruppen wie zum Beispiel Schulen, Vereine, Kindertagesstätten aber auch Organisationen aus der Behinderten- und Seniorenarbeit gemeinsam auf der Grundlage von Datenerhebungen und Befragungen der Bevölkerung einen Entwicklungsplan erarbeiten, der allen Belangen – auch denen der Ortschaften -gerecht wird. Im Ausschuss für Schule und Sport fand diese Idee keine Mehrheit, was bedeutet, dass in Xanten die Förderung des Sports und die Bereitstellung von Sportstätten weiterhin nach nicht nachvollziehbaren Kriterien und dem Willen Einzelner erfolgen soll.

Der geplante Umbau des Sportplatzes Lüttingen ist aus Sicht der SPD-Fraktion ein Projekt, das beispielhaft für fehlende Entwicklungskonzepte steht.

Der SSV Rheintreu Lüttingen leistet seit Jahren beispielhafte Arbeit, sowohl im sportlichen Bereich, als auch bei der Unterhaltung der sanierungsbedürftigen Sportanlage. Dieses erfolgreiche Engagement, besonders in der Jugendabteilung, drückt sich in der beeindruckenden Zahl von derzeit 17 Mannschaften, die am Wettspielbetrieb teilnehmen, und zusätzlichen Alt-Herren und Bambini-Mannschaften aus. Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass der Verein eine Sportanlage benötigt, die mehr Trainings- und Wettkampfzeiten bietet als bisher.

Die Verwaltung der Stadt Xanten hat Planungen zum Umbau der Anlage vorgestellt, mit der Maßgabe, dass ein Betrag von 400.000,- € aus dem städtischen Haushalt und 250.000,- € Eigenmittel des Vereins verwendet werden sollen.
Mit diesen Mitteln soll eine Großspielfeld mit Kunstrasenbelag und ein weiteres Spielfeld mit Naturrasen entstehen.

Das gesamt Risiko der Bauabwicklung liegt technisch und vor allem finanziell beim Verein und damit in besonderem Maße bei den Mitgliedern des Vorstands. Aus Sicht der SPD-Fraktion kann es nicht richtig sein, dass sich ein Verein mit einer derartigen Summe belastet, ein nicht unerhebliches Risiko eingeht und trotzdem eine Sportanlage entsteht, die den Anforderungen des Vereins nicht gerecht wird. Das Naturrasenfeld ist nicht ausreichend belastbar um die Trainingskapazität der Anlage nennenswert zu erhöhen.

Daher ist die Fraktion der Auffassung, dass der Sportplatz Lüttingen mit zwei Kunststoffrasen-Spielflächen ausgestattet werden muss. Außerdem sind die für den Schulsport erforderlichen leichtathletischen Nebenanlagen zu berücksichtigen. Um das Engagement des Vereins nicht unkalkulierbar zu machen, muss die Eigenleistung des Vereins auf 250.000,- € begrenzt werden, während die Stadt Xanten einen anforderungsgerechten Umbau der Sportanlage und ggf. erforderliche Sanierungen am Kunstrasenbelag nach ca. 15 Jahren sicherstellt.

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